24 Stunden Hilfe
Die sogenannte 24‑Stunden‑Hilfe beschreibt ein Betreuungsmodell, bei dem Betreuungspersonen im Haushalt leben und umfangreich im Alltag unterstützen. Das entlastet Angehörige und schützt die Selbstständigkeit – ersetzt aber keinen Pflegedienst für medizinische Leistungen.
Das Betreuungsmodell verständlich
- Betreuungskräfte wohnen im Haushalt und unterstützen tagsüber
- Nachtruhe ist üblich; echte „Rund‑um‑die‑Uhr“-Dienste sind rechtlich/praktisch begrenzt
- Aufgaben: Haushalt, Alltagsbegleitung, soziale Aktivierung, einfache Grundpflege (keine Behandlungspflege)
Rechtliche Aspekte in Deutschland
- Beschäftigungsmodelle: Direktanstellung, Entsendung (EU‑Dienstleister), Agenturvermittlung
- Arbeitszeit‑/Mindestlohnvorgaben, Ruhezeiten beachten
- Vertrag: Leistung, Arbeitszeit, freie Tage, Vertretung, Kündigung klar regeln
- Haftpflichtversicherung und ggf. Arbeitgeberpflichten klären
Seriöse Anbieter finden
- Transparente Verträge und Kostenaufstellungen
- Qualifikationen/Sprachkenntnisse offenlegen
- Vertretungs‑ und Notfallregelungen
- Referenzen und Bewertungen
Finanzierung sinnvoll kombinieren
Nutzen Sie Pflegeleistungen (Pflegegeld/Sachleistungen), den Entlastungsbetrag und bei Bedarf Verhinderungspflege. Ein Mix aus Alltagshilfe, 24‑Stunden‑Hilfe und Pflegedienst ist oft tragfähig und flexibel.
Praxis: So starten Familien gut
- Bedarf beschreiben (Tagesablauf, Nachtruhe, Mobilität, Demenzhinweise)
- Zwei bis drei Anbieter vergleichen (Transparenz, Vertretung, Sprache)
- Vertrag mit klaren Arbeitszeit‑ und Pausenregelungen
- Regelmäßige Feedback‑Gespräche und Anpassungen
Häufige Fragen (FAQ)
- Ist „24‑Stunden“ wörtlich zu verstehen?
- Nein – es handelt sich um eine umfangreiche Betreuung im Haushalt mit üblichen Ruhezeiten. Medizinische Leistungen leistet der Pflegedienst.
- Kann ich Pflegegeld behalten?
- Ja, Pflegegeld kann weiter genutzt werden; Kombinationsmodelle mit Pflegedienst und Entlastungsbetrag sind üblich. Lassen Sie sich individuell beraten.
Kosten im Blick behalten
- Leistungsumfang klar definieren (Tätigkeiten, Zeiten)
- Neben‑ und Fahrtkosten schriftlich regeln
- Entlastungsbetrag/Pflegegeld gezielt einsetzen
Tagesablauf – ein mögliches Beispiel
Morgens Unterstützung bei Aufstehen und Frühstück, tagsüber Begleitung/Haushalt/Spaziergänge, abends gemeinsame Routine – Nachtruhe bleibt gewahrt. Medizinische Tätigkeiten (z. B. Injektionen) erfolgen durch den Pflegedienst.
Ergänzend: Alltagshilfe, Pflegedienst, Hausnotruf.
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